The Orb veröffentlichen neues Album

Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht zumindest schon mal die Namen The Prodigy oder Chemical Brothers gehört hat – Electronic-Hörer oder nicht. Die beiden Bands sind bekannt für ihre Mischung aus typischen Electronica- und Techno-Elementen mit einem sehr rockigen, teilweise sogar punkigen Unterton. Und damit sind sie seit Jahren extrem erfolgreich.

Es würde jedoch keine dieser Bands geben, hätten die beiden Briten Dr Alex Paterson (eigentlich Duncan Robert Alex Paterson) und Jimmy Cauty unter dem Namen “The Orb” 1988 ihre erste Single, das 23 Minuten lange “A Huge Ever Growing Pulsating Brain That Rules from the Centre of the Ultraworld”, veröffentlicht. Nun kommt endlich wieder neues Material der beiden Oldschool-Musiker.

Neues Album der Ambient-Pioniere

Noch 2010 freute sich Christoph Dallach im Spiegel, dass The Orb ihr Quasi-Comeback nach neun Jahren Abstinenz mit keinem anderen als Pink Floyds David Gilmour als Gastmusiker feierten. 2012 und 2015 folgten zwei weitere Alben, die zwar weniger bekannte Features zu bieten hatten, aber letztendlich immer wieder den Beweis erbrachten, dass The Orb immer noch maßgeblich für den Sound einer ganzen Generation verantwortlich sind.

Und jetzt also kommt “No Sounds Are Out Of Bounds” in die Plattenregale. Und der Albumtitel sagt bereits alles, was man über dieses Stück Musikgeschichte wissen muss.

Wieder einmal schaffen es The Orb, den klassischen Sound des Techno, Deep House und Ambient mit ungewöhnlichen Songstrukturen und Soundkulissen zu verbinden. Dabei achten sie zwar stärker auf gegebene Konventionen als es ein junger Geist wohl tun würde – nichts desto trotz beweisen The Orb, die inzwischen zwar zu dritt, aber komplett ohne Gründungsmitglied, sind, dass es für neue, spannende Musik nicht unbedingt immer aufregende, bombastische Kompositionen braucht, sondern dass kleine Änderungen im Gewebe der Konventionen und Presets schon reichen, um neue Klangwelten zu erschaffen.

Nicht weltbewegend, aber solide

Letztendlich ist das neuste Album des Electro-Klassikers keine Wiederholung alter Stilveränderunge. Spaß macht das Album dennoch.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *