House ist wohl die populärste Form der elektronischen Musik. Das liegt auch mit daran, dass House deutlich ruhiger und tanzbarer ist als die größtenteils parallel entstandene Stilrichtung Techno.

Aber was genau ist House? Was zeichnet House Music aus? Und wo ist sie entstanden?

Eine kleine Geschichte der Musik:

Die Geschichte des House

House ist in den 1980er in England entstanden. Während in Amerika die eher harten Beats des Techno in den Clubs der amerikanischen Großstädte anklang fand, war es auf der britischen Insel der smoothe Sound des House, der die Szene immer wieder bei Raves zusammenbrachte.

House hat eine moderate Geschwindigkeit von ca. 110 bis 130 Beats per Minute (bpm) und ist geprägt von 4/4-Takten, Snaresounds, Hi-Hats und Bassdrums auf jedem vierten Schlag. Die Beats sind meist recht gleich, was es den DJs erleichtert verschiedene Songs übereinander zu legen um nahtlose Übergänge zu schaffen. Das Hauptaugenmerk beim House liegt auf der über dem Beat liegenden Melodie, die meist sehr ausgeklügelt ist und gerne mit Samples aus Pop, Rock und anderen Genres versehen wird.

Durch die relativ gleichmäßigen Beats sind House Tracks auch gerne im HipHop gesehen: Rapper können die klaren Songstrukturen und 4/4-Takte als Beats für ihre eigenen Songs nutzen. So kommen auch interessante Kollaborationen wie zum Beispiel zwischen Moby und Public Enemy zustande, die im Juli 2004 den Song “Make Love Fuck War” veröffentlichten, in dem sie sich offen gegen den zweiten Golfkrieg und George W. Bushs Politik im In- und Ausland stellten.

Aus dem House haben sich weitere Untergenres entwickelt, allen voran das Genre des Ambient, dem Mobys neuer Alben teilweise zugeordnet werden. Ambient verzichtet meist auf die Snare und Bassdrums und entführt den Hörer stattdessen in Soundwelten, die vor allem aus der Melodiespur des ursprünglichen House Tracks bestehen. Damit ist Ambient deutlich entspannter und oft als Hintergrundmusik verschrien.